Über
mich
Begleitung in Umbruchphasen – mit Tiefe, Präsenz und einem Mustang.
Wer ich bin
Menschenkenntnis,die man nicht studieren kann.
Seit über 30 Jahren bin ich in der Automobilbranche zuhause – in verschiedenen Assistenzfunktionen in einem Konzern, darunter zweieinhalb Jahre in den USA. Eine Welt, die schnell, komplex und oft laut ist.
In all dieser Zeit hatte ich immer den Menschen im Blick. Als Assistenz war ich Beobachterin, Bindeglied, Vermittlerin. Ich habe gelernt, fein hinzuhören – auf das, was gesagt wird, und auf das, was zwischen den Zeilen bleibt.
Diese Fähigkeit, Menschen zu lesen und Muster zu erkennen, hat sich über Jahrzehnte geschärft und ist heute ein Teil meiner Arbeit.
Mein Weg
Vieles, was ich heute weitergebe, habe ich nicht in einer Ausbildung erworben – sondern im Leben.
Mein Weg in die Begleitungsarbeit war kein gerader. Er war geprägt von Beobachtung, Stille und dem wachsenden Wunsch, auch außerhalb des Konzerns zu wirken und meine Erfahrungen bewusst einzusetzen und weiter zugeben.
Ich ließ mich zur pferdebasierten Coach ausbilden und vertiefte mein Verständnis von inneren Mustern und Ressourcen unter anderem durch das Züricher Ressourcen Modell, das Enneagramm, Konfliktbewältigung und zahlreiche weitere Seminare und Fortbildungen.
Gleichzeitig öffnete ich mich Bereichen, die meiner Arbeit heute eine eigene Tiefe geben: natürliche Heilenergetik, Tierkommunikation, Ahnenarbeit, die Kraft der Rauhnächte und des Räucherns, Visionsarbeit. Was mich am meisten gelehrt hat: die Stunden in der Natur an der Seite eines Wildpferdes - mit verbundenen Herzen und auf Augenhöhe.
Und dann:
Angel
Angel - Meine Lehrmeisterin
- Amerikanische Mustangstute - Wildpferd
- Sie lebt in einem Offenstall in einer Herde mit ca. 22 Pferden
- Geboren in der Wildnis Nevadas – sie trägt diese Freiheit noch in sich, spürbar in ihrer Feinfühligkeit, ihrem untrüglichen Gespür für echte Präsenz und mit feinen Antennen für alles, was zwischen den Zeilen passiert.
- Kunden können sie in der Herde beobachten oder in gezielten Einzelsessions mit ihr arbeiten.
- Ich arbeite situativ mit ihr – nicht jede Sitzung braucht das Pferd, aber jede Sitzung trägt ihren Geist und ihre Energie.
Während meiner zweiten Ausbildung durfte ich einem Mustang aus der Wildnis begegnen. Einem Wesen, das noch ganz ursprünglich und wild war. Nach vier Wochen beim Trainer stand ich dem Mustang gegenüber – und er ließ es zu, dass ich ihn berührte.
Diesen Moment werde ich nie vergessen. Die Stille davor. Das Vertrauen, das entstand, ohne ein einziges Wort. Dass dieses wilde Wesen sich auf uns Menschen neu eingelassen hat, obwohl es mit Menschen schlechte Erfahrungen gemacht hat, hat mich tief im Herzen berührt.
Von da an verfolgte ich die Geschichten einzelner Mustangs – und eines Tages zog ein Aufruf meine Aufmerksamkeit auf sich: Eine junge Mustangstute suchte ein Zuhause. Es war Liebe auf den ersten Blick, auch wenn es eine "Internetbekanntschaft" war und ich nur Fotos und Videos von ihr gesehen hatte. In meinem Herzen hatte sie sofort ihren Platz und ich wollte ihr auch im Außen ihr Zuhause geben. So kam im Februar 2022 ein Engel - im wahrsten Sinne des Wortes - zu mir geflogen.
Die Essenz aus allem, was ich von und mit Angel lernen durfte, ist ein einziges Wort: Präsenz.
Ich kam mit klaren Vorstellungen: Horsemanship, Bodenarbeit, Coaching. Ich bin die, die dem Pferd sagt, wo's lang geht und was es zu lernen hat. Was ich bekommen habe, war etwas ganz anderes – und etwas viel wertvolleres.
Angel hat mich herausgefordert, verunsichert und überfordert. Und gleichzeitig hat sie mir Zugang zu Dingen geschenkt, die ich vorher nicht kannte: Tierkommunikation, Heilarbeit, bodenständige Spiritualität, eine tiefe Verbundenheit mit dem großen Ganzen. Vor allem aber hat sie mir eines unmissverständlich gezeigt: Sie sieht mich immer genau so, wie ich in diesem Moment wirklich bin. Jeder Versuch, souveräner oder klarer zu wirken als ich gerade bin, läuft ins Leere.
Präsenz bedeutet nicht, immer alles im Griff zu haben. Sie bedeutet, wirklich anzukommen – bei mir selbst, im Moment, im Kontakt mit dem anderen. Wenn ich präsent bin, weiß ich, was ich brauche. Ich höre zu, ohne schon die Antwort im Kopf zu haben. Ich entscheide bewusst, anstatt mich in alle Richtungen zu verstreuen.
Heute gehe ich in den Stall ohne fertigen Plan. Ich bringe meinen bunten Strauß an Erfahrungen und Methoden mit – und frage dann ehrlich: Was ist heute dran? Manchmal ist gar nichts dran. Nur sein. Und das sind oft die Momente, die die größten Geschenke in sich tragen.
Und genau so begleite ich auch die Menschen, mit denen ich arbeite.
Angel ist meine größte und wertvollste Lehrmeisterin und auch wenn sie mir für das, was ich von ihr lerne, kein Zertifikat ausstellt, darf ich dieses Wissen weitergeben.